Kurze Beschreibung unserer Reise durch Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah.
Unsere Rundreise beginnt in Los Angeles mit 3 Übernachtungen in der Nähe des Airports. Danach gings auf die erste Etappe durch die großen Trockengebiete des Mojave Reservats ins Städtchen Laughlin, wo Abends um 10 Uhr die Temperatur noch 50° Celsius betrug. Anschließend gings zum Grand Canyon hoch, dem größten Naturschauspiele der Erde, und zur Übernachtung nach Flaggstaff. Tags drauf zum Lake Powell See. Übernachtung in Page. Unser Ziel heute ist der berühmte Bryce Canyon mit seinen bizarren Gesteinformationen. Übernachtung im Städchen Tropic in Utah. Auf dem Weg nach Las Vegas besuchen wir den "Zion Nationalpark". 2 Übernachtungen haben wir dann im "Best Western Casino Hotel" in Las Vegas. Weiter gings durch die heißeste Region der USA, das bekannte Death Valley mit über 55° Celsius. Übernachtung im "Days Inn Motel" in Bakersfield. Am nächsten Tag besuchten wir den "Yosemite Nationalpark" mit seinen riesigen Mammut Bäumen und Übernachtung in Modesto. Und weiter gings zum Goldgräber Dorf "Coloma", wo auch heute noch nach Gold geschürft wird. Danach nach San Francisco mit seinen vielen berühmten Sehenswürdigkeiten über die "Oakland Bay Bridge" ins "Adante Hotel" mitten in Downtown, wo wir 3 Übernachtungen hatten. Über den berühmten Highway No. 1 wollten wir weiter durch das Naturschutzgebiet "Big Sur" (wegen Waldbrandes gesperrt) und den wunderschönen Seebädern Monterey und Carmel zur Übernachtung nach Lompoc. Zum Baden nach Malibu Beach, einem 40 km langen Strandabschnitt und Surfer Paradies, gings am nächsten Tag. Von dort nach Los Angeles war es nur ein Katzensprung, wo wir noch eine Übernachtung in unserem alten Hotel hatten und unsere Reise endete.
Und nun viel Spass bei den Bildern und einigen Movies:
Das Griffith Observatory mit seinen drei Hauptabteilungen: der Hall of Science, dem Planetarium und dem Laserium. Beim Besuch der Hall of Science werden Ihnen fast alle Fragen über die Astronomie beantwortet, die Sie haben. Zu sehen gibt es eine ganze Reihe sehr interessanter Ausstellungsstücke: Gesteinsbrocken vom Mars, vom Mond und von Meteoriten, ein Modell des Hubble Teleskop, ein Seismograf, der mit seinen zitternden Nadeln beweist, dass Los Angeles auf schwankenden Boden liegt, ein 100 Kilogramm schweres Focaultsches Pendel veranschaulicht die Rotation der Erde und und und. Im Planetarium können Sie an klaren Abenden einen Blick durch das Zeis-Teleskop werfen. Dabei werden ihnen Naturerscheinungen wie Sonnen- und Mondfinsternis, Nordlicht und andere astronomische Phänomene erklärt. Im Laserium (kostet Eintritt) wird eine wunderbare Lasershow untermalt mit Pink Floyds "Dark Side of the Moon" zelebriert.
Vom Griffith Observatory sieht man bestens die 15m hohen Buchstaben von Hollywood.
Am 3. Januar 1851 führte der französische Physiker Jean Bernard Léon Foucault im Keller seines Hauses einen Versuch durch, bei dem er ein 2 Meter langes Pendel in Bewegung setzte. Es pendelte dicht über dem Boden und schien dabei im Verlauf der Zeit seine Richtung zu ändern. Da eine äußere auf das Pendel einwirkende Kraft auszuschließen war, war es nicht das Pendel, sondern der Boden (also die Erde), der seine Richtung änderte.
Als nächstes besuchten wir die sündhaft teure Shopping Meile des Rodeo Drive im Stadtteil Beverly Hills. Hier mit meinen zwei Schützlingen Annika und Sascha.
Auto Show am Rodeo Drive
Ein Blick auf den Boden lohnt sich auch beim "Walk of Fame", den Bürgersteigen an Hollywood Boulevard, auf denen fast 2400 messinggerahmte Marmorsterne die Namen von Stars aus Film, Fernsehen, Theater und Musikbranche verewigen - Mickey Mouse inbegriffen.
Hier ist immer was los. Auf dem Bild links wollt ich eigentlich nur die "Limo" von innen fotgraphieren, aber die Brünette wollte unbedingt von mir abgelichtet werden. Seh ich vielleicht aus wie'n Paparazzi ?
Ebenfalls auf dem Hollywood Boulevard befindet sich auch das Kodac Theater, wo jährlich die Oskars verliehen werden.
Das Santa Monica Pier mit Riesenrad, bekannt aus vielen Hollywood Streifen, besuchten wir als nächstes.
Breite Strände am Santa Monica Pier
Die Universal Studios konnten wir aus Zeitmangel nicht mehr besuchen, man braucht wohl mindestens einen Tag um das wichtigste zu sehen. Wir waren Abends lediglich auf dem Universal Studio Citywalk, der sich ringsum befindet mit Restaurants und Souvenirläden.
Im krassen Gegensatz zur Großstadt war das Goldgräber Städchen Coloma in der Nähe von Placerville östlich der Hauptstadt Sacramento. (wo Arni sein Unwesen treibt) Hier kann man auch heute noch nach Gold schürfen und fündig werden.
Als am 24. Januar 1848 James Marshall beim Bau einer Sägemühle zufällig im American River Gold fand, begann in Amerika einer der größten Völkerwanderungen die es jemals gab. Bis dahin war das abgelegene Kalifornien für den Osten von Amerika unbedeutend. Doch nachdem der Goldfund von Marshall in Amerika sich rasch verbreitete wollten viele Glücksritter und Siedler so schnell wie möglich ins gelobte Land. Der Weg von Osten nach Westen war jedoch sehr beschwerlich und gefährlich. So mussten die Siedler zuerst Indianerland durchqueren und die natürlichen Hindernisse wie die Wüsten Nevadas und die Sierra Nevada überwinden. Wer mehr Geld hatte, der kam mit dem Schiff über das Kap Horn nach San Francisco und von dort aus in das Gold Country. Die Bevölkerungszahl Kaliforniens explodierte in dieser Zeit rasch in die Höhe. 1848 lebten in Kalifornien etwa 14 000 Menschen - 1852 waren es schon 230 000. Das romantische Bild eines Goldsuchers, der an einem Fluss steht und geduldig mit einer Pfanne den Schlamm an einem Fluss aussiebt um Gold zu finden, entspricht nur teilweise der Realität. Von nun an musste man sich in die Erde hineingraben. Da dieses Unterfangen für den einzelnen Goldgräber viel zu teuer und kompliziert war, begannen Bergwerksgesellschaften mit dem industriellen Abbau des Goldes. Je mehr Gold gefunden wurde, desto tiefer trieb man die Schächte in die Erde. Manche dieser Minen sind bis zu fünf Kilometer tief, ihre Stollen reichten meilenweit in jede Richtung.
Im Park ist eine detailgetreue Nachbildung dieser Sägemühle (Sutter's Mill) aufgebaut worden. Neben Sutter`s Mill stehen noch einige alte Häuser und Holzhütten, so zum Beispiel Marshalls Holzhütte, aus dem 19.Jahrhundert im Park. Im Museum werden die Folgen von Marshall`s Fund dokumentiert, viele Artefakte der Goldsucher sind ausgestellt und ein Film zeigt die verschiedenen Techniken des Goldsuchens.
Reich wurden bei der Goldsuche nicht die Goldsucher selbst sondern meist ganz Andere - Bergwerksbesitzer, Händler und Ladenbesitzer. Schon der zweite Millionär des Gold Rush war ein Mann der in San Francisco alles Segeltuch der Schiffe aufkaufte und Zelte für die Goldwäscher daraus machte. Als nächstes fielen ihm die verschlissenen Hosen der Goldsucher auf. Also ließ er Hosen aus Baumwolle fertigen - genannt Jeans - und wurde damit Millionär. Der Hosenfabrikant hieß Levis Strauß. Als 1859 große Silberfunde in Nevada die Runde machten, kehrten viele Glücksritter Kalifornien den Rücken und versuchten in Nevada ihr Glück. So blieben aus den vielen gesetzlosen Goldgräberstädten meist nur noch kleine Ortschaften übrig, in denen heute selten mehr als 300 Menschen leben. Jedoch war das politische Gewicht Kaliforniens aufgrund seines Wohlstandes so stark gestiegen, dass es schon 1850 zum 31..Bundesstaat Amerikas wurde. Der Nachbarstaat Arizona, der wie Kalifornien (auch Texas und New Mexico) nach dem Frieden von Guadalupe am 2.2.1848 von Mexiko an die USA abgetreten wurde, wurde erst 1912 in die Union aufgenommen. Da Sacramento praktisch über Nacht im Zuge des Gold Rush zum Handelszentrum Kaliforniens wurde, war es nicht überraschend, dass 1854 Sacramento zur Hauptstadt Kaliforniens erklärt wurde. Die Goldproduktion von 1851 betrug 77 Tonnen. Der Wert dieser Goldmenge war höher als der damalige jährliche amerikanische Bundeshaushalt. Das zeigt deutlich auf, warum Kalifornien in sehr kurzer Zeit zu einer politischen und wirtschaftlichen Macht in Amerika aufstieg.
Die Hauptader erstreckt sich über 180 Kilometer lang, in einer Breite von 3 Kilometer, westlich der Sierra Nevada von Downieville im Norden bis Mariposa im Süden. Für Besucher sind die ehemaligen Goldgräberstädte einfach zu besuchen, da die California State Road 49 (Golden Chain Highway) fast alle Goldgräberstädte miteinander verbindet. Die Nummer 49 ist natürlich nicht zufällig gewählt worden, bezieht sie sich doch auf das Jahr des Gold Rush von 1849.
Death Valley
Das Death Valley (Tal des Todes) ist eine Wüste mit allen Schikanen: goldgelbe Sanddünen, Salzebenen, öde und farbige Felsen, deren alle nur mögliche Farben die Besucher immer wieder überraschen. Auf einer Autofahrt durch das Death Valley erblicken Sie Sehenswürdigkeiten, die Ihnen bestimmt lange im Gedächtnis bleiben.
Aufgrund der geologischen Tieflage zählt das Death Valley zu den heißesten Plätze unserer Erde. Von Mai bis September herrscht eine brüllende Hitze. In dieser Zeit betragen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen 47° C im Schatten. Die Bodentemperatur steigt auf bis zu 95° C an. An einem Julitag 1913 wurde 57° C (im Schatten) gemessen, die höchste jemals verzeichnete Temperatur.
Westernstädchen Beatty
Um das Death Valley mit seinen Hauptsehenswürdigkeiten kennen zu lernen braucht man sicherlich mehr als einen ganzen Tag. Wer das Death Valley nur durchfährt um vom Yosemite nach Las Vegas zu gelangen ohne großen Umweg, für den ist die State Road 178 eigentlich ideal. Über diese Straße fahren Sie von Nord nach Süd durch das Tal und Sie kommen an Badwater, am Artist Drive und am Devils Golf Course vorbei. Auch der Zabriske Point ist von dort aus nur ein kleiner Umweg. Für den nördlichen Teil des Death Valley benötigen Sie noch einmal einen Tag. Wir fuhren von Ost nach West durchs Tal und haben deshalb nicht alles sehen können.
Innerhalb des Death Valley gibt es drei Tankstellen: in Furnance Creek, in Stovepipe Wells (am Hwy. 195) und in Scotty's Castle. Dennoch sollte man darauf achten, dass man vollgetankt hat bevor man ins Death Valley fährt, da die Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten des Tales groß sind und es einige benzinraubende, extrem lange Steigungen innerhalb des Tales gibt.
"Entdeckt" wurde diese unwirtliche Wüste 1849 als Goldsucher zufällig in das Death Valley gelangten auf ihren Weg zu den Minencamps ins westliche Kalifornien. Doch bewohnten schon viele Tausende Jahren zuvor die Shoshone-Indianer dieses Gebiet. Nachdem die Goldfunde in Kalifornien immer weiter nachließen gelangten Goldsucher auf ihren Weg gen Osten auch ins Death Valley um dort das begehrte Metall zu suchen. So entstanden gegen Ende des 19.Jahrhunderts auch einige Goldgräberstädte in und um das Death Valley. Doch solche großen Funde wie im westlichen Kalifornien wurde in diesem Wüstenteil nie gemacht. So wurden die Städte schnell zu Geisterstädte. Die Überreste dieser verlassenen Städte und einzelner Minen sind noch heute zu sehen. Sei es die Silberminenstadt Darwin, Keeler oder Skidoo. Ein wahres Juwel einer Geisterstadt ist Rhyolite. Rhyolite liegt am Ostrand des Death Valley Nationalpark nahe Beatty. Die Stadt wurde 1905 gegründet und fünf Jahre später wohnten von den 10 000 Einwohner nur noch eine Handvoll Unverdrossener. Doch wer Richtung Beatty fährt sollte einen Abstecher unbedingt nach Rhyolite machen. Neben dem berühmten Flaschenhaus gibt es etliche gut erhaltene Gebäude aus der guten alten Zeit zu sehen. Aber nicht mit Gold, Silber oder Zink wurde das große Geld gemacht im Death Valley sondern mit Borax. Das Salz Borax wurde in den 70er Jahren des 19.Jahrhunderts auf dem Talboden entdeckt. Das Mineral war zu dieser Zeit vor allem für die Seifenindustrie sehr wichtig.
In den Strassen von San Francisco:
Bekannt wurde San Francisco durch die Golden Gate Bridge, Cable Car Bahn, Alcatraz und Fishermans Wharf. In der gesamten San Francisco Bay leben heute ca. 6 Millionen Menschen. San Francisco ist eine überschaubare Stadt, wie alle Metropolen in den USA sind die Strassen im Schachbrettmuster angeordnet. Mit einem bisschen Orientierungssinn finden Sie sich schnell zurecht, ausserdem lässt sich das Zentrum gut mit der Cable Car Bahn erkunden.
Die wichtigsten Stadtteile liegen zentral wie der Financial District, Chinatown, Telegraph Hill, Nob Hill und Downtown mit dem Union Square. Diese lassen sich mit ein bisschen Kondition auch gut zu Fuss erkunden.
Cable Car
Movie
Eine kuriose Sehenswürdigkeit und ein weltbekanntes Markenzeichen San Franciscos sind die Cable Cars. Das öffentliche Verkehrsmittel fuhr erstmals am 1.August 1873 die Clay Street hinab. Die Technik, über laufende Zugseile Transportwagen fortzubewegen, wurde bereits in den Goldminen eingesetzt, aber der Ingenieur und Kabelbauer Andrew Hallidie kam als erster auf den Gedanken, auch Personen auf diese Art zu befördern. Von da an traten die Cable Cars ihren Siegeszug in San Francisco an. Bis Ende des 19.Jahrhunderts waren 600 Wagen im Einsatz. Das Schienennetz betrug zu dieser Zeit 160 Kilometer. Doch das Erdbeben 1906 und die motorisierten Verkehrsmittel gefährdeten den Fortbestand der Cable Cars. 1964 wurden die Cable Cars unter Denkmalschutz gestellt, als einzigstes Verkehrsmittel auf der Welt. Heute gibt es noch drei Linien mit 40 Wagen und einem Schienennetz von 17 Kilometer. Ein 650 PS starke Elektromotor treibt die drei insgesamt 16 Kilometer langen Kabelstränge an. Dazu verfügt das Cable Car-System über 635 Flaschenzüge, Tausende von Kabelrollen und Zahnrädern.
Mit Hilfe der Cable Cars sollte der schwierige und gefährliche Lasttransport durch Pferde auf den steilen Straßen von San Francisco ersetzt werden. So gab es immer wieder schwere Unfälle mit Pferdekutschen, bei dem die meist vierspännige Wagen rückwärts die steilen Straßen herunterrasten. Da die Cable Cars erheblich sicherer waren ermöglichten sie auch die städtebauliche Entwicklung bislang fast unzugänglichen hochgelegenen Gegenden wie Nob Hill. Damit haben die Cable Cars einen beträchtlichen Anteil, dass sich San Francisco so entwickelt hat wie es heute ist. Entwickelt wurde das Cable-Car- System vom englischen Fabrikantensohn Smith Hallidie.
Das Prinzip wie der Antrieb der Cable Car funktioniert ist relativ einfach:
Hebelstange und Greifer, Kabel und Kabelkanal, Bremsen und Maschinenhaus bilden die wichtigsten Komponenten des Cable- Car-Systems.
Unter der Straße, zwischen den Schienen, läuft ein endloses Drahtseil in einem Kabelkanal. Im Kabelkanal zwingen Scheiben, Umlenkrollen und vertikale Tragerollen die Kabel in eine Endlosschleife, um Kurven herum und über die Hügel.. An der Endstation lenken große, horizontal angeordnete Scheiben die Kabel um. Spezialscheiben vor und hinter den Steigungen gewährleisten ihren Längenausgleich und verhindern, dass sie aus ihrer Führung gerissen werden. Durch einen Schlitz im Kabelkanal greift die Hebelstange samt Klaue auf das sich konstant mit 15 km/h bewegende Kabel zu. Mit der Hebelstange kann der "Grip Man" drei Positionen einstellen: "Frei", "Schleifen" und "Greifen". Während "Frei" und "Greifen" dem Bremsen und Halten der antrieblosen Wagen dient, setzen sich die Cable Cars bei der Position "Greifen" in Bewegung. Der Hebelpunkt des Gestänges liegt nur wenige Zentimeter über der Schienenoberkante und überträgt die Stellkräfte auf eine Greifklaue, deren Backen aus Weichmetall das Kabel von oben packen. Die Kabel bestehen aus einem Kern gebündelten Stahldrähten ummantelt von einem Hanfseil. Der Hanf sorgt für Elastizität des Kabels, die Drähte garantieren die nötige Zugkraft. Um Kabelbrüche vorzubeugen, weisen Hanf und Stahl dieselbe Wickelrichtung auf. Als Schmierstoff diente früher Kiefernöl. Heute wird synthetisch gefettet. Durch einen Schlitz im Kabelkanal greift die Hebelstange samt Klaue auf das sich konstant mit 15 km/h bewegende Kabel zu. Für das Abbremsen der Cable Cars stehen drei voneinander unabhängige Systeme zur Verfügung: Betätigt der Grip Man ein Fußpedal, tritt eine Klotzbremse in Aktion. Sie wirkt auf die Laufflächen der Räder. Legt er zusätzlich einen weiteren Hebelbaum im Wagen um, presst sich der Holzklotz der Schienenbremse auf die Gleise. Als Notbremse fungiert die Schlitzbremse. Ihr Stahlkeil blockiert den Schlitz des Kabelkanals. Im Maschinenhaus treibt ein 375 KW starker Elektromotor die riesigen Trommeln und Scheiben an, über die die vier Kabel der Linien laufen. Übersetzungen und eine besondere, horizontal verschiebbare Bühne halten die bis zu 6,5 Kilometer langen Kabel stets konstant gespannt.
Heute sind noch drei Cable Car-Routen im Einsatz:
* Powell-Hyde-Line sie startet in der Mitte von Downtown (Ecke Market Street / Eddy Street) und ist 5,6 Kilometer lang. Sie führt direkt zu Fisherman's Wharf und fährt zwischen Bay Street und der Chesnut Street die steilsten Hügel entlang und dabei hat man einen fantastischen Blick von der Hyde Street auf die Golden Gate Bridge und auf Alcatraz. Die Powell-Hyde-Line fährt auch direkt an der Lombard Street vorbei
* Powell-Mason-Line diese Linie hat den gleichen Startpunkt wie die Powell-Hyde-Line und fährt fast zu Fisherman's Wharf, doch sie ist nicht ganz so spektakulär wie die Powell-Hyde-Line. Noch ein Tipp: Wollen Sie von Fisherman's Wharf aus zurück nach Downtown, dann benutzen Sie am besten diese Linie, da sie bei weitem nicht so überlaufen ist
* California-Line führt von der Market Street/Ecke Drumm Street (Financial District) zur Van Ness Avenue . Diese Strecke ist bei weitem nicht so aufregend wie die anderen Zwei - doch die Fahrt dieser Linie im Cable Car können Sie genießen, da bei dieser Linie kein so großer Menschenandrang herrscht
Das Kontrollzentrum der Cable Cars liegt an der Mason Street Ecke Washington Street (1201 Mason Street; geöffnet täglich von 10 - 18 Uhr; Eintritt ist frei). In diesem aus Ziegelsteinen erbauten Haus kann von einem Aussichtsdeck beobachtet werden wie das Drahtseilsystem funktioniert. Im Museum (www.cablecarmuseum.com) werden die ersten drei Cable-Car Wagen, der Greif- und Bremsmechanismus, Zugseile, Gaslaternen, Warnglocken, Fotos und Modelle aller benutzten Cable Car Typen ausgestellt.
Cable Car Museum und Wenden der Cable Cars am Stationsende
Das Wahrzeichen von San Francisco, die Golden Gate Bridge:
Ihr Name bekam die Golden Gate Bridge nach der Bucht, die sie umspannt, und nach ihrem rötlichen Anstrich, der im Nebel am besten sichtbar ist.. In dem prachtvollen Landschaftsrahmen eingebettet ist sie sicherlich einer der schönsten Brücken der Welt. Die Brücke ist eine bemerkenswerte "künstlerische" wie auch eine bautechnische Leistung. Zu Beginn der Arbeiten für die Brücke stritten sich die Experten ob es dem Ingenieur Joseph Strauss gelingen würde, die zu dieser Zeit längsten Hängebrücke der Welt bauen zu können. Der Bau wurde vor allem durch die tückische Meerestiefe (97 Meter) und wegen der starken Gezeitenströme erschwert. Die Strömung in der Bucht ist so stark, dass viermal täglich eine Stunde – nämlich während des Gezeitenwechsels – gearbeitet werden konnte um die Gründung des Südfundament bauen zu können . Nach vierjähriger Bauzeit wurde am 28.Mai 1937 die Golden Gate Bridge eingeweiht. Über 200.000 Menschen strömten damals zur Eröffnung der Golden Gate Bridge herbei um das architektonische Wunderwerk zu bestaunen.
Am Fuße der Golden Gate Bridge liegt Fort Point (geöffnet von Mittwoch bis Sonntag von 10 - 17 Uhr; Eintritt frei; www.nps.gov/fopo). Das Fort wurde zwischen 1853 und 1861 gebaut um den Zugang zur San Francisco Bay zu schützen und ist damit eines der frühesten Militärgebäude des amerikanischen Westen. Das vierstöckige Fort beherbergte bis zu 500 Soldaten und insgesamt 126 Kanonen beschützten die Einfahrt in die Bucht. Tipp: Immer warme Klamotten anziehen. Es ist fast immer windig, kalt und oft auch nebelig.
Alcatraz:
Hier erlebten wir die erste Enttäuschung, die Tickets für die Besichtigung der Insel waren auf 4 Tage im Voraus ausgebucht. Aber dafür fuhren wir dreimal um die Insel herum. Tipp: besser von Deutschland mitbuchen.
Informationen und Tipps:
Alcatraz diente nach dem Ende des Gold Rush (ab 1858) der amerikanischen Armee um die Bucht von San Francisco gegen ausländische Mächte zu verteidigen. Die Kanonen (bis 110) auf der Insel konnten den Hafen von San Francisco beherrschen und beschützen. Sie haben aber niemals im Ernstfall geschossen. Die Befestigungsanlage wurde in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges als Militärgefängnis umfunktioniert und in der Zeit des 1.Weltkrieges wurden dort Wehrdienstverweigerer inhaftiert. Von 1933 bis 1963 wurde Alcatraz dann zum berüchtigsten und gefürchtesten aller Bundesgefängnisse der USA für unverbesserliche Straftäter.
Die fast vegetationslose Insel erhielt nicht umsonst die Beinamen "Fels der Verzweiflung" oder auch nur "The Rock" (der Fels).
Alcatraz basierte auf zwei Grundlagen: es übernahm alle Unruhestifter von anderen Gefängnissen um dort Gewalt, Flucht- oder Selbstmordversuche zu reduzieren und die Kontrolle zu erhöhen. Zweitens ging es darum die Gefangenen von Alcatraz in vorbildliche Häftlinge zu verwandeln. Auf Alcatraz gab es keine Rehabilitation, man hat nie behauptet Insassen zu resozialisieren um sie in die Gesellschaft zu entlassen. Der alleinige Zweck war Häftlinge zu übernehmen um sie dann gebessert wieder in ein anderes Gefängnis zurück zu schicken.
Mehr als 250 Häftlinge wurden zur gleichen Zeit nie im Gefängnis untergebracht. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Häftlinge betrug zehn Jahre und sie bekamen in dieser Zeit niemals eine Zeitung zu lesen, ein Radio oder Fernseher zu Gesicht. Sie durften auch nur im Monat für eine Stunde Besuch erhalten. Aufgrund dieser Maßnahmen wurden die Häftlinge völlig von der Außenwelt isoliert. Der eintönige Gefängnisalltag - selbst Arbeit galt als Privileg - und die fantastische Aussicht auf San Francisco und die Golden Gate Bridge verschlimmerten die Haft. Die Häftlinge konnten alle Schiffe sehen, die in den Hafen einfuhren. Jeden Tag konnten sie sehen was einem verloren ging. Verstieß ein Häftling gegen die Gefängnisregeln wurde er in Isolationshaft genommen. Dies war die drastischste Strafe für einen Gefangenen. Er musste 18 Tage in einer Einzelzelle, die entweder 24 Stunden konstant beleuchtet oder dunkel war, ausharren und zum Essen gab es auch nur einen Fraß. Die eiskalten Wassertemperaturen, die tückische Strömung und die Anzahl der Wärter (auf drei Insassen kam ein Wärter) machten die Gefängnisinsel fast ausbruchsicher. Außerdem gab und gibt es auch Haie in der Bucht. Von den insgesamt 1576 Häftlingen, die in den drei Jahrzehnten in Alcatraz inhaftiert waren, versuchten nur 34 einen Ausbruch bei 14 verschiedenen Versuchen. 23 wurden innerhalb einer Stunde noch auf der Insel wieder gefangen, sechs auf der Insel erschossen und von fünf hat man nie wieder was gehört. Sie wurden auch später nie wieder von einem gesehen, obwohl es immer wieder Gerüchte gab man habe sie in Südamerika oder sonst wo gesichtet. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie durch die Strömung in den Pazifischen Ozean abgetrieben wurden und dort ertranken oder erfroren. Der Ausbruch von Frank Morris, Clarence und John Anglin (am 11.Juni 1962) ist heute im Gefängnis nachgestellt und kann besichtigt werden. Dieser Ausbruch wurde auch durch den Film "Flucht aus Alcatraz", in dem Clint Eastwood die Hauptrolle spielte, bekannt. Die bekanntesten Häftlinge von Alcatraz waren der Mafiaboss Al Capone und "The Birdman of Alcatraz" Robert Strout.
Die Kosten, die das Gefängnis verursachte, führten 1963 zur Schließung von Alcatraz. Der Unterhalt der Gefängnisinsel wurde den Verantwortlichen einfach zu teuer. Da waren zuerst die Personalkosten (wie schon erwähnt kam auf einen Häftling ein Wärter, in einem normalen
Gefängnis kam ein Wärter auf 15 Häftlinge) und die Versorgungskosten, da auf die isolierte Insel alles herangeschafft werden musste, sei es Essen, Wasser oder Benzin. Aus Sicherheitsgründen musste das Personal auf der Insel leben, was zusätzliche Kosten für den Unterhalt dieser kleinen Gemeinschaft ergab. Zudem beliefen sich auch die Instandhaltungskosten der Gebäude durch die salzhaltige Luft ins Unermessliche. Als der damalige Justizminister, Robert Kennedy, in den früheren 60er Jahren die Kosten analysierte, erkannte er, dass es billiger wäre einen Gefangenen im New Yorker Hotel Waldorf Astoria unterzubringen als auf Alcatraz.
Sie können Alcatraz nur mit einem Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Alcatraz Cruises (www.alcatrazcruises.com) ; auch Online-Buchung möglich) erreichen. Die Schiffe verkehren täglich ab 9 Uhr im Halbstundentakt bis 16 Uhr. Das letzte Schiff legt um 18.15 auf Alcatraz ab.
Die Fähren haben ihren Ablege- und Anlegeplatz am Pier 33 im Herzen von Fisherman's Wharf. Dort können Sie auch die Karten direkt am Ticketschalter der Hornblower Alcatraz Landing kaufen. Die Fahrt inklusive der Besichtigung von Alcatraz kostet 24,50 Dollar. Da der Antrang auf Alcatraz vor allem in den Sommermonaten (Juli bis September) ziemlich groß ist, sollten Sie ein Ticket ein oder zwei Tage vorher am Ticketschalter an Pier 33 oder telefonisch besorgen. Sollten Sie keine Möglichkeit haben dies zu tun, dann sollten Sie sich jedoch unbedingt früh morgens am Ticketschalter anstellen und hoffen noch eine Karte für eine Überfahrt nach Alcatraz zu erhalten. Die Insel und das Gefängnis müssen Sie auf eigene Faust (Dauer etwa 2 bis 3 Stunden) besichtigen. Die Hinweisschilder innerhalb des Gefängnisses helfen jedoch sehr gut bei der Orientierung. Zu empfehlen ist eine deutschsprachige Audio-Tour per Walkman (8 $ Aufschlag). Mit Hilfe von Geräuschen und deutscher Übersetzung von Aussagen ehemaliger Häftlingen können Sie die Stimmung sehr gut nachempfinden, die innerhalb des Zellenblocks auf Alcatraz geherrscht hat. Neben dem Gefängnis und der Insel können Sie die wunderschöne Aussicht auf die Skyline San Franciscos und auf die Golden Gate Bridge genießen. Da auf der fünf Hektar großen und bis zu 41 Meter hohen Insel oft eine kräftige Brise bläst und die Insel auch oft nebelverhangen ist, sollten Sie nicht vergessen einen Pullover und eine Jacke mitzunehmen.
Big Sur: Als wir von San Francisco kommend auf dem legendären Highway No. 1 Richtung Santa Maria wollten erlebten wir dann die nächste Enttäuschung. Die Straße durch das Naturschutzgebiet "Big Sur" war wegen Waldbrandes gesperrt.
Malibu Beach:
Mit seinen Stelzenhäuser am Strand gehört Malibu zu den exclusivsten Wohngegenden Kalifoniens. Es ist bekannt für seine Sandstrände, surfen und als Heimat vieler Filmstars. Gesamtlänge des Strandes ca. 40 km.
Ursprünglich war Malibu ein Teil des Gebietes der Chumash Indianer.
Ein Besuch am Malibu Beach incl. Schwimmen natürlich
Ein Besuch bei unserer amerikanischen Gastfamilie, mit Essen gehen in einer 3 Sterne Fastfood Bude.
Amerikanische Sitte:
Wenn einem ein Nachbar nicht gefällt, wird Nachts ein Baum auf seinem Grundstück mit Klopapier "geschmückt"